CTI-Forum "CO2": Wege in eine CO2-reduzierte Zukunft
13.07.2007 - Das Thema der CO2-Reduzierung aus möglichst allen Blickwinkeln zu betrachten,
ist das Ziel des erstmalig stattfindenden CTI-Forums "CO2" vom 22. - 23. Oktober
2007 in Sindelfingen. Das Programm setzt sich zusammen aus Vorträgen
und Diskussionen über strategische und fahrzeugseitige Massnahmen zur
Minderung des CO2-Austosses. Neben Experten der Automobilindustrie
referieren Vertreter der Europäischen Kommission sowie vom
Umweltbundesamt, ADAC, Verbraucherschutz und vom europäischen
Automobilherstellerverband ACEA.
Von derzeit 160 auf 120 Gramm pro Kilometer soll der
Kohlendioxidausstoss von Neuwagen ab 2012 begrenzt werden, so hat es
die EU-Kommission im Februar dieses Jahres beschlossen. Zu dieser
Entscheidung sowie zur weiteren Strategie der Europäischen Kommission
wird Referatsleiter Dr. Reinhard Schulte-Braucks Stellung nehmen.
Dr. Axel Friedrich vom Umweltbundesamt wird die technischen
Strategien zur Klimagasminderung im europäischen Strassenverkehr
erläutern. Kai Lücke vom europäischen Dachverband der Automobilhersteller
ACEA wird die Sicht der Automobilindustrie darstellen. Dabei geht er
auf künftige Markt- und Kundenbedürfnisse ein, stellt innovative
Techniken zur Einsparung von Treibstoff vor und beleuchtet die
Wettbewerbsfähigkeit seiner Industrie.
Wie sich die Ausgestaltung der CO2-Obergrenze auf die
Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit der Automobilbranche auswirkt,
ist Thema einer Diskussionsrunde, an der neben den genannten
Referenten auch Peter Mosch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der AUDI
AG, und ein Vertreter der DaimlerChrysler AG teilnehmen werden. Prof.
Dr. Jürgen Krimmling vom Institut für Verkehrstelematik an
der TU Dresden wird zeigen, wie ein intelligentes Verkehrsmanagement
und eine optimal koordinierte Ampelschaltung die verkehrsbedingte
Umweltbelastung verringern.
Was der Staat durch Erhebung beziehungsweise Erhöhung der Kfz-
oder Mineralölsteuer ausrichten kann, wird ein Finanzwissenschaftler
der Universität Köln erläutern. Die verschiedenen Steuermodelle
werden anschliessend in einer Podiumsrunde von einem Vertreter des
baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums, der Verbraucherzentrale
sowie des ADAC diskutiert.
Der zweite Forumstag greift neue technische Entwicklungen auf: Der
Forums-Vorsitzende, Verkehrsexperte und früherer
Porsche-Umweltreferent Prof. Dr. Dusan Gruden, gibt einen Überblick
über die verschiedenen technischen Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung
im Strassenverkehr.
Anschliessend sprechen Branchenvertreter über ihre neuen
Entwicklungen und Ansätze: Siemens VDO erläutert die Potenziale durch
Elektrifizierung, Continental die durch Reifenoptimierung. Die
Ford-Werke und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat beleuchten
gemeinsam die Möglichkeiten, durch ökonomisches Fahren Kraftstoff zu
sparen.
Ergebnisse einer Studie über den nachhaltigen Nutzen von
Biokraftstoffen wird ein Berater des méo consulting teams vorstellen.
Auch Dr. Norbert Neumann von der Mineralölgesellschaft BP Global
Fuels Technology gibt eine Einschätzung zur Zukunft von
Biokraftstoffen ab.