Wallisellen, 27.7.2006 -
Automobilgeschichte hat der Ford Fiesta längst geschrieben: Mit 11,6 Millionen Exemplaren, die seit dem
Produktionsbeginn 1976 weltweit gebaut und verkauft wurden, ist er der erfolgreichste Vertreter seiner Klasse in
Europa. In diesen Tagen feierte der quicklebendige Kleinwagen-Klassiker sein 30-jähriges Marktjubiläum.
Der Ford Fiesta und sein Modellgefährte Ford Fusion werden heute von Köln aus in mehr als 50 Länder weltweit
exportiert, beispielsweise nach Angola, Australien, Brunei, Japan, Hongkong, Neuseeland, Singapur und Südafrika.
Als das am wei-testen von Köln entfernte Ziel gilt die Pazifikinsel Tahiti. Wichtigste Absatzregion ist allerdings
Europa mit den Hauptmärkten Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Die Ausfuhrquote liegt bei 80 Prozent.
403 349 Einheiten der beiden Kleinwagenmodelle hat das Werk in Köln im vergangenen Jahr produziert, darunter 98 300
Fusion. Mit 327 656 Verkäufen und einem Marktanteil von 7,2 Prozent belegte der Ford Fiesta letztes Jahr im
europäischen B-Segment (Kleinwagen) hinter Peugeot 206 und Renault Clio aber deutlich vor Opel Corsa, VW Polo und
Fiat Punto den dritten Platz. Bei diesen Zahlen sind auch die im Zweitwerk Valencia produzierten Fiesta berücksichtigt. Im Jahr 2004 wurden am Rhein 379 500 Fiesta und Fusion gebaut, rund 6,3 Prozent weniger als 2005. Auch in der Schweiz fand und findet der Ford Fiesta, und zwar mehrheitlich bei Frauen, regen Zuspruch: Bis Ende letzten Jahres wurden in un-serem Lande nicht weniger als 93 344 Einheiten in Verkehr gesetzt.
Zum Start der heutigen Modellgeneration hatten Ford und seine Zulieferer in eine umfassende Modernisierung des
Fiesta-Werks sowie in den benachbarten «Industriepark Ford Köln» mehr als 525 Millionen Euro investiert. Das Werk
gilt in Fachkreisen als eine der effizientesten Produktionsstätten Europas. Täglich in drei Schichten rund um die
Uhr werden über 1800 Einheiten des Ford Fiesta, Ford Fiesta Van, Ford Fiesta ST und des Schwestermodells Ford Fusion
hergestellt. Drei- und Fünftürer des Ford Fiesta, Links- und Rechtslenker der beiden Fahrzeugtypen laufen im Mix
von den Fertigungsbändern.
Seit 30 Jahren wird der Ford Fiesta in Deutschland – vor Köln zuerst in Saarlouis – und im spanischen Valencia
gefertigt. Auch die nächste Generation von Fiesta und Fusion wird aus Köln kommen. Dies wurde in einem weit
reichenden Investitionsabkommen zwischen Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat der Ford-Werke GmbH im März 2006
mit einer Laufzeit bis 31. März 2011 festgeschrieben.
Vieles deutet darauf hin, dass der Ford Fiesta seine Erfolgsstory fortsetzen wird. Die Chronik seiner ersten
30 Jahre sind in einer Sammlung kurzer Feature-Ge-schichten zusammengestellt, gewürzt mit Anekdoten «wider den
tierischen Ernst», die oft mehr aussagen als Tabellen und Statistiken und den Charakter des Autos stärker
durchscheinen lassen.
In Köln wurde der Fiesta zu Kunstwerk: Als «Goldener Vogel» ziert der von Aktionskünstler HA Schult
geschaffene Flügel-Fiesta den Turm des Kölnischen Stadtmuseums. Der Kleinwagen mit den mächtigen Adlerschwingen,
ein Liebling der Kölner und beliebtes Fotomotiv für Touristen, war im April 1989 von HA Schult im Rahmen seines
Happenings «Fetisch Auto» geschaffen worden. Die Dimensio-nen des Goldvogels vermitteln einen ganz und gar nicht
«kleinwagenmässigen» Eindruck. Allein seine Flügelspannweite beträgt zehn Meter, wobei jede der ausgebreiteten
Schwingen 800 Kilogramm auf die Waage bringt. Das Gesamtgewicht des Kunstwerks beträgt stattliche vier Tonnen.