Schinznach-Bad, 25.8.2006 -
Comeback einer erfolgreichen Idee: Vor 33 Jahren präsentierte Volkswagen auf dem internationalen Auto-Salon in
Genf ein sensationelles Coupé. Es war kompakt, markant, agil, geräumig und erschwinglich. Volkswagen nannte
es Scirocco. Das Auto traf den Nerv der Zeit: Weltweit mehr als eine halbe Million Scirocco der ersten Generation
wurden produziert. Zeitenwende: In einer Weltpremiere zeigt der grösste Automobilhersteller Europas im August
2006 die Neuinterpretation der erfolgreichen Scirocco-Idee – die Studie Iroc.
Neues VW-Sportwagen-Design: Wie der erste Scirocco mit seiner optischen Gradlinigkeit markiert auch der Iroc durch
seinen progressiv gestalteten Kühlergrill und eine ausgeprägte Sinnlichkeit der Formen einen stilistischen Wendepunkt.
Das Konzept beider Volkswagen ist eng verwandt, auch wenn mehr als drei Jahrzehnte zwischen den Fahrzeugen
liegen: Der Scirocco der ersten Generation war ein für viele Menschen realisierbarer Traumwagen. Denn der Scirocco
war ein automobiler Superstar der 70er, von Giorgetto Giugiaro gestylt und mit vollwertigen vier Sitzplätzen,
ordentlichem Kofferraum, grosser Heckklappe und einer Menge Selbstbewusstsein ausgestattet. Die Studie Iroc greift
diese faszinierende Idee wieder
auf.
Reinrassiger Sportwagen statt klassisches Coupé: Im Gegensatz zum Ur-Scirocco ist der Iroc jedoch kein klassisches
Coupé, sondern ein progressiv designter Sportwagen mit einem extrem langen Dach und einem vergleichsweise steilen
Heck. Das hat zwei Vorteile. Erstens: Der Iroc zeigt scharfe Proportionen. Insbesondere von hinten betrachtet wird sofort
klar, dass dieses lange Dach samt der seitlichen Fensterpartien auf sehr breiten und kraftvollen Schulterpartien steht. Der
Iroc erhält so eine Taille der lupenreinen Sportwagenlehre. Zweitens: Der Iroc hat auch hinten Platz für zwei
Erwachsene und ausreichend Gepäck. Unter dem Strich verbindet der provokant konzipierte Iroc hochgradige
Alltagstauglichkeit, puren Fahrspass und expressives Design zu einem möglichen Volkswagen von morgen.
Viperngrün trifft auf dunkles Karbon: Die Studie Iroc zeigt zahlreiche Feinheiten im Detail. Beispiel Lackierung: Das
verwendete Grün ist eine Hommage an den Scirocco der ersten Generation, für die exakt dieser Farbton ab dem
Modelljahr 1976 besonders typisch war. Damals wie heute heisst er „viperngrün metallic“. Dieses krasse Grün des Iroc
wirkt besonders gut in Verbindung mit dem kontrastreichen Schwarztönen der Studie. Beispiel Karbon: Das zentrale
Dachelement besteht aus einem dunkel getönten Glas; getragen wird dieses Element von einer Struktur, die mit Karbon
beschichtet ist. Hierzu gehört auch ein in Längsrichtung integrierter Träger in diesem Material. Ebenfalls eine
Karbonoberfläche weisen die Seitenschweller des Iroc auf. Die von aussen sichtbare Struktur des Schwellers setzt sich
nahtlos im Innenraum fort.
Knackige Dimensionen: Mit seinen kurzen Überhängen nutzt der Iroc den Radstand von 2'680 Millimetern effizient für
das Raumangebot innen aus. Hoch ist die Studie 1'400 Millimeter, lang 4'240 Millimeter und breit 1'800 Millimeter.
Die speziell für den Iroc designten Leichtmetallfelgen und 235er Reifen sind in der Grösse 19 Zoll ausgeführt.
Twincharger und DSG: Angetrieben wird der Iroc von einem TSI-Motor, intern Twincharger genannt. Die Schaltarbeit
übernimmt das Doppelkupplungsgetriebe DSG. Zum Twincharger: Erstmals 2006 im Golf GT eingesetzt, sind die
TSI-Motoren die zur Zeit effizientesten Vierzylinder-Benziner der Welt. Den Weg in die Zukunft weist dabei die
Kombination von Kompressor und Turbolader. Der Kompressor kompensiert die für reine Turbobenziner typische
Anfahrschwäche im unteren Drehzahlbereich, der Turbolader dagegen macht bei höheren Drehzahlen mächtig Dampf.
Die Kombination beider Lader in Grossserienmotoren ist weltweit einzigartig. In der Studie kommt eine TSI-Version zum
Einsatz, die 210 PS/155 kW leistet. Grundsätzlich ist für den Iroc ein grosses Spektrum aufgeladener Motoren denkbar,
das bei deutlich unter 150 PS/110 kW beginnen könnte. Jeder theoretisch einsetzbare Motor des Iroc muss dabei eines
garantieren: Fahrspass.