Leserwahl "Die besten Autos 2007" von auto motor und sport
Stuttgart, 31.01.2007 -
Highlight der Leserwahl: Die Mercedes S-Klasse zieht in der Luxusklasse
am Audi A8 vorbei, Erfolg für den Volvo C30, Audi Q7 beliebtester
Geländewagen, Porsche 911 kann in der Kategorie "Sportwagen" Neuling
Audi R8 knapp hinter sich lassen.
Der Volkswagen-Konzern triumphiert erneut bei der auto motor und
sport-Leserwahl "DIE BESTEN AUTOS 2007". Insgesamt gehen fünf von
zehn Auszeichnungen in der Gesamtwertung an den Volkswagen-Konzern.
Drei davon steuert die Premium-Tochter Audi bei. Der Audi A3 bleibt
die Nummer 1 in der unteren Mittelklasse ebenso wie der Audi A6 in
der oberen Mittelklasse. Der Q7 gewinnt erstmals die
Geländewagen-Klasse. Ein insofern bemerkenswertes Ergebnis, da neuere
Modelle wie die Mercedes E-Klasse mit Facelift den Vorjahressieger
Audi A6 nicht vom Thron stürzen konnten und der neue BMW X5 hinter
dem Q7 zurückbleibt. Der VW Multivan bleibt unangefochten der
beliebteste Van, und der Polo kann die Neuauflage des Opel Corsa
ebenfalls auf Distanz halten.
Trotz dieser Erfolgsgeschichte feiern auch Mercedes und BMW
Erfolge. In der volumenstarken Mittelklasse steht der BMW Dreier am
höchsten in der Gunst der auto motor und sport-Leser. Und bei den
Cabrios hat der Mercedes SL klar die Nase vorn. Das 2006 nur knapp
geschlagene Porsche 911 Cabrio verlor in diesem Jahr ganz eindeutig.
Offenbar hat der SL der Baureihe R230, der bereits seit 2001 am Markt
ist, das Potenzial zum Klassiker.
Für Ferrari ist das nichts besonderes. Fast jedes Modell aus
Maranello landet im Laufe der Zeit auf dem Treppchen der auto motor
und sport-Leserwahl. In der Importwertung galoppierten 2007 zwei
Pferdchen aus dem traditionsreichen Stall als Erste über die
Ziellinie: der Ferrari F430 Spider in der Kategorie Cabrio-Import und
der 599 GTB bei der Sportwagen-Importwertung. Der Aston Martin V8
Vantage, im Vorjahr Erstplatzierter dieser Kategorie, verlor die
Hälfte seiner Stimmen und rutschte auf den sechsten Rang ab. Bei Ford
zahlt sich ein frischer Design-Wind aus: Der S-Max erreicht mit der
neuen Ford-Optik aus dem Stand Platz zwei bei den Vans, geschlagen
nur vom Seriensieger VW Multivan.
Für den 3. Platz der Mercedes M- und den 9. Platz bei der R-Klasse
bei den Geländewagen wird Mercedes mit dem Ergebnis in der
Luxusklasse entschädigt. Die 2005 eingeführte Mercedes S-Klasse
überholt hier im zweiten Anlauf mit 31,5 Prozent der Stimmen den Audi
A8 (30,9 Prozent). Der BMW Siebener wird mit rund elf Prozent
abgeschlagener Dritter.
Das Fiat-Comeback mit preisgünstigen Kleinwagen in pfiffigem
Design findet auch bei den auto motor und sport-Lesern ihren Anklang.
Sie wählten den Fiat Grande Punto 2007 erneut zum beliebtesten
Import-Kleinwagen. Er kann seinen Stimmenanteil gegenüber dem Vorjahr
sogar noch ausbauen und so etablierte Namen wie Peugeot 207 und
Renault Clio hinter sich lassen.
In der Importwertung der unteren Mittelklasse endet derweil eine
Ära: Die jahrelange Vormachtstellung von Alfa Romeo ist vorbei. Die
neue Nummer eins heißt Volvo C30. Der extravagante Design-Aufschlag
aus Schweden kommt bei den auto motor und sport-Lesern offenbar sehr
gut an.
Das Mercedes-Engagement in der Formel 1 hat sich auf den
Sportwagen Mercedes SLR McLaren nicht imagefördernd ausgewirkt. Wie
in der Königsklasse des Motorsports 2006, so war die Marke mit dem
Stern auch in der Kategorie Sportwagen nicht am Titelrennen
beteiligt. 2004 mit 16,5 Prozent noch die Nummer zwei, fällt der SLR
auf 6,5 Prozent zurück. Um die Pole-Position fuhren Neuling Audi R8
und Champion Porsche 911. Das Duell zwischen den beiden wird auch in
Zukunft spannend bleiben - nicht nur bei der Leserwahl von auto motor
und sport. In diesem Jahr hat der Porsche 911 noch mit 0,4 Prozent
mehr Stimmen die Nase vorn. Wermutstropfen für Audi: Der
Supersportler R8 überschattet die Neuauflage des TT, der mit 6,1
Prozent knapp hinter dem BMW Sechser nur auf dem fünften Rang landet.
Neben der Wahl der besten Autos bewerten die auto motor und
sport-Leser auch in jedem Jahr das Image der Autobauer anhand von 13
Statements. Diese werden zum einen auf der Basis aller
Aktionsteilnehmer und zum anderen auf Basis der Fahrer einer Marke
ermittelt. Diese Imagebewertung ist eine Art Spiegelbild, das die
fachkundige Leser-Jury den Herstellern vorhält.
Besonders interessant ist dabei das sogenannte Eigen-Image, also
die Bewertung der Fahrer einer Marke: Hier musste in 2007 der Star
der vergangenen Jahren etwas Federn lassen. Audi-Fahrer sehen ihre
Marke beim Thema Design mit 83 Prozent immer noch weit vorne, aber
Audi verliert z.B. in den Bereichen "fortschrittliche Technik",
"hoher Wiederverkaufswert" und "Sicherheitsstandards". BMW kann u.a.
beim Kriterium "gutes Aussehen und Styling" wieder zulegen und folgt
Audi im Ranking mit 70 Prozent. Mercedes landet mit nur einem
Prozentpunkt weniger knapp hinter BMW. Die Marke mit dem Stern
verzeichnet mit minus zehn Prozentpunkten zwar herbe Verluste im
Motorsportimage, kann sich aber nach den offenbar überwundenen
Qualitätsproblemen der E-Klasse in den Bereichen "gute Verarbeitung"
und "hohe Zuverlässigkeit" wieder steigern. Volkswagen legt in nahezu
allen Disziplinen zu, Skoda punktet weiterhin bei "hohe
Zuverlässigkeit" und "hoher Wiederverkaufswert". Toyota legt zwar bei
den Themen "baut umweltverträgliche Autos" und "fortschrittliche
Technik" weiter zu - die japanische Marke muss aber bei den Kriterien
"hohe Zuverlässigkeit" und "gute Verarbeitung" Verluste hinnehmen.