Brühl, 4.1.2007 -
Renault konnte in Deutschland im Jahr 2006 die Verkäufe an Privatkunden
deutlich steigern. Mit einem Plus von 7.500 Verkäufen setzte der französische
Hersteller seine Vertriebspolitik der Konzentration auf das wichtige
Privatkundensegment erfolgreich um. Insgesamt lagen die Zulassungen von
Renault Deutschland auf dem deutschen Automobilmarkt im vergangenen Jahr
bei rund 173.100 Einheiten (155.700 Pkw + 17.400 Leichte Nutzfahrzeuge) nach
185.700 Verkäufen im Jahr 2005. Renault war damit zum sechzehnten
Mal hintereinander die stärkste ausländische Marke auf dem deutschen Markt.
Der Gesamtmarktanteil betrug 4,7 Prozent (2005: 5,3 Prozent). Der Rückgang
der Gesamtzulassungen gegenüber 2005 ist ausschließlich auf den gezielten
Verzicht auf Autohaus-Zulassungen und weniger rentable Vermietergeschäfte
zurückzuführen.
Positive Bewertung
"Meine Bewertung des Jahres 2006 und unserer Verkäufe ist deshalb positiv,
auch wenn die nackten Gesamtzulassungszahlen dies auf den ersten Blick
vielleicht nicht vermuten lassen”, so Jacques Rivoal, Vorstandsvorsitzender der
Renault Deutschland AG im Rahmen der Renault Jahrespressekonferenz am 4.
Januar in Düsseldorf. Mit einem Minus von rund 20.000 Autohaus-Zulassungen
habe man bewusst einen Rückgang in offiziellen Statistiken in Kauf
genommen. Aber die Konzentration auf echte Privatkundenverkäufe stehe
eindeutig im Vordergrund. „Hinzu kommt, dass wir die Bestände an bereits
zugelassenen neuen Autos deutlich um ca. 11.000 Einheiten reduziert haben.
Diese Fahrzeuge wurden auch an Endkunden verkauft, so dass die echte
Verkaufsleistung von Renault im Jahr 2006 über Vorjahresniveau liegt”, so
Rivoal weiter.
Topseller Clio und Dacia
Das meistverkaufte Modell in 2006 war der neue Clio mit 38.200 Verkäufen.
Gerade Privatkunden schätzen die Qualität, das Design und das Fahrverhalten
des im Herbst 2005 neu eingeführten Modells. Auch der im vergangenen Jahr
neu auf den Markt gekommene Scénic XXL – eine 5-sitzige Variante des Grand
Scénic – konnte überzeugen. In den letzten vier Monaten 2006 legten die
Verkäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 Prozent zu. Hervorragend
ntwickelte sich in seinem ersten vollen Verkaufsjahr der Dacia
Logan. Rund 6.300 Zulassungen bedeuten eine Verdreifachung gegenüber
2005. Bereits im Jahresverlauf 2006 hatte Renault die ursprüngliche
Verkaufsprognose von 4.000 auf 6.000 Einheiten erhöht. Rivoal: „Damit
verkauft Dacia mehr Autos in Deutschland als etablierte Marken wie Jaguar,
Saab oder Lexus.”
Nummer drei bei Leichten Nutzfahrzeugen
Weiterhin sehr erfolgreich ist Renault im Bereich der Leichten Nutzfahrzeuge
(bis fünf Tonnen). Hier lag die Marke im Jahr 2006 erstmals auf Rang drei der
Zulassungsstatistik und konnte einen Zuwachs um 1.500 Fahrzeuge erzielen.
Die Gesamtzahl von 17.400 Zulassungen bedeutet auch in diesem Segment die
Pole Position unter den ausländischen Anbietern.
2007: Position stabilisieren
Im Jahr 2007 erwartet Renault in Deutschland eine stabile Entwicklung der
Verkäufe. Den Markt prognostiziert der Hersteller auf 3,3 bis 3,4 Millionen Pkw.
Die Unternehmensstrategie „Renault Vertrag 2009” gibt dabei die Leitlinie für
das neue Jahr vor. Qualität, Profitabilität und Wachstum stellen echte
Verpflichtungen dar. Auf sehr gutem Weg sieht Jacques Rivoal die Situation in
der Qualität von Produkten und Service: Ziel ist, dauerhaft zu den Top Drei in
punkto Qualität zu zählen. Dazu setzt der Hersteller umfangreiche Maßnahmen
um, die unter dem Namen „Plan Excellence Renault” (PER) zusammengefasst
werden. „Die neuen Autos, die 2007 auf den Markt kommen, werden das
entsprechend hohe Qualitätsniveau aufweisen”, verspricht der
Vorstandsvorsitzende.
Neue Modelle und runder Geburtstag
Im laufenden Jahr kommen mit dem Dacia Logan MCV, dem neuen Twingo und
dem neuen Laguna die ersten Fahrzeuge des Vertrags 2009 auch nach
Deutschland. Insgesamt wird Renault bis 2009 26 neue Modelle auf den Markt
bringen. Darüber hinaus steht das Jahr 2007 auch aus
unternehmenshistorischer Sicht unter einem besonderen Stern: Vor einhundert
Jahren wurde Renault Deutschland in Berlin unter dem Namen „Renault Frères
Automobil AG” gegründet.