Wallisellen, 18.07.2007 - Timeout für die NHL-Cracks Mark Streit und Martin Gerber:
Die beiden Schweizer Profis in Übersee-Diensten verbringen die eishockeylosen
Sommermonate in ihrer Heimat. Um den Athleten die langen Wege zwischen öffentlichen
Auftritten, Freizeitvergnügen und persönlichem Vorbereitungsprogramm angenehm zu
verkürzen, stellen ihnen die Berner Ford-Garage Th. Willy AG und Ford Schweiz je
einen «Dienstwagen» zur Verfügung. Natürlich den Ford S-MAX, das «Auto des Jahres 2007».
«Potz Donner», entfährt es Mark Streit, als er seinen Ford S-MAX 2.0 16V Duratorq
TDCi Titanium ein paar Mal umrundet und ins Innere des Autos gespäht hat: «Der ist
ja cooler als Eis. Und erst das Platzangebot – soviel Raum hätte ich gerne nur
ein einziges Mal in einem Spiel!» Und Kollege Martin Gerber frotzelt: «Wart es ab,
bis sich dein strafbankgewohnter Hintern an die bequemen Sitze gewohnt hat – dann
steigst du nie mehr aus diesem Fahrzeug aus.»
In der Tat: Als die Eishockeyprofis vor wenigen Tagen ihre «Dienstwagen» bei der
Th. Willy AG in Bern abholen durften, herrschte lockere Ferienstimmung. Was kein
Wunder ist. Immerhin geniessen die beiden ein paar freie Tage bei Familien und
Freunden in der Schweiz und erholen sich vom harten Berufsleben in der besten
Liga der Welt – der National Hockey League.
Doch Mark und Tinu wären keine echten Profis, würden sie die Zeit nur mit Beine
vertreten, feinem Essen und Fun pur verbringen wollen. So ist «Streiti» – nebst
Patrick Fischer, einem weiteren NHL-Star, und den Schweizer NLA-Cracks Marco Bayer
von den SCL Tigers, Martin «Stoney» Steinegger vom SC Bern oder auch Ajoie-Mittelstürmer
Bernhard Schümperli – ab 26. Juli Gastspieler bei «The Goalie Camp» in der Eishalle
im oberaargauischen Huttwil. Tinu Gerber und NHL-Keeper-Kollege David Aebischer haben
diesen viertägigen Lehrgang, bei dem auch Zuschauer willkommen sind, für Nachwuchs-
und Profi-Goalies vor drei Jahren ins Leben gerufen. Mit Erfolg: Er ist heuer seit
Dezember 2006 ausgebucht und wird von 90 Torhütern aus dem In- und Ausland als seriöses
Vorbereitungscamp genutzt. Sie lernen dabei von ihren Vorbildern unter anderem die
aktuellsten Tricks und Trends hinsichtlich Stock- und Abwehrtechnik. Auch verrät Gerber,
der den Weg in die National Hockey League schon vor fünf Jahren über die SCL Tigers
und den schwedischen Meister Färjestad geschafft hat, seinen Schützlingen, wie man
sich vor einem Einsatz richtig aufwärmt und was ein gezieltes Auslaufen bewirken kann.
Natürlich bietet die ernstkampflose Zeit dem Duo Gerber/Streit auch Gelegenheit,
sich Gedanken über die kommende Saison zu machen. Obwohl: Konkrete Zukunftspläne
sportlicher Art gibts in der NHL keine. Und Garantien für einen Stammplatz schon
gar nicht. «In der NHL lernt man, von Woche zu Woche zu leben», sagt Streit. Fakt
ist: Sein Vertrag mit den Montreal Canadiens läuft noch ein Jahr. Dann ist der
Verteidiger, der selbst dann nie klagt, wenn der Coach ihn als Stürmer einsetzt,
ein so genannter «Free agent». Das heisst, er könnte den Arbeitgeber wechseln,
ohne dass der neue Club eine Ablösesumme nach Montreal zu überweisen hat. Doch
solche Spekulationen sind dem Berner fremd. Ihm ist mit 36 Punkten (10 Goals, 26
Assists) eine grandiose Saison gelungen. Und in Montreal – der Stadt des Eishockeys –
gefällt es ihm in jeder Beziehung.
Etwas anders sieht es für Martin Gerber aus. Zwar hat auch er einen weiterlaufenden
Vertrag, doch seine sportliche Situation bei den Ottawa Senators ist alles andere
als komfortabel: Er hat seine Position als Nummer-1-Goalie nicht verteidigen können,
wurde mehrheitlich auf die Ersatzbank verbannt. Und wer Tinu kennt, weiss, dass er
sich nie und nimmer damit zufrieden gibt. «Ich will spielen. Egal, ob bei den Senators
oder woanders», sagt er unmissverständlich und lässt damit Raum für Spekulationen über
einen vorzeitigen Weggang aus der kanadischen Hauptstadt Ottawa.
Wie aber kommt ein Autohaus dazu, zwei NHL-Cracks mit Autos zu versorgen? «Begeisterung,
Engagement, Teamwork und Tradition – das sind die Gemeinsamkeiten, die uns mit Tinu
Gerber und Mark Streit verbinden und zum Sponsoring veranlasst haben», erklärt Th.
Willy-Verkaufsleiter Rolf Jost. «Mit Begeisterung und Motivation – genauso wie die
beiden Schweizer NHL-Profis, die sich täglich für ihre Passion Eishockey und damit
für ihre Mannschaft einsetzen – so engagiert sich unser Team für unsere Kunden und
ihre Fahrzeuge.» Was aber ist mit Tradition gemeint? Rolf Jost: «So wie wir die angenehme
Zusammenarbeit mit Tinu Gerber bereits seit einigen Jahren pflegen, so pflegen wir an
den Standorten Bern, Schlieren und Kriens eine langjährige Partnerschaft mit der Marke
Ford». Übrigens: Die Th. Willy AG feierte im Juni dieses Jahres ihr 80-jähriges Jubiläum.
Was laut Jost nichts anderes als 80 Jahre Begeisterung, Engagement und Teamwork heisst
und weiterhin «auch in den nächsten Jahrzehnten gepflegt wird.»
Auf die Annehmlichkeiten und Qualitäten ihres mit Sechsgang-Handschaltung, durchzugstarkem 140-PS-Turbodieselmotor und Partikelfilter ausgerüsteten S-MAX Titanium können Martin Gerber
und Mark Streit bis etwa Ende August zählen. Dann rufen die Klubs in Übersee zur Saisonvorbereitung 2007/2008. Um dort fit einzutreffen, werden die ehrgeizigen Schweizer Profis ab Ende Juli
nicht nur ein strenges Fitnessprogramm absolvieren, sondern auch Eis unter die Kufen bekommen.
Mark Streit, der sich momentan abwechslungsweise in Bern und Zürich aufhält, wird mit den
Kollegen des jeweiligen Stadtklubs auf Puckjagd gehen. Und Martin Gerber – er bewohnt
mit Freundin Bettina eine Eigentumswohnung in Lützelflüh – dürfte wohl die Einladung
seines Stammklubs SCL Tigers zum Eistraining annehmen.