Steuerbefreiung von Bio-Treibstoffen auf gutem Weg
Bern, 16.03.2007 - Der Nationalrat hat am 14. März 2007 die letzte Differenzbereinigung zur
Änderung des Mineralölsteuergesetzes vorgenommen. Umweltschonender Treibstoff soll steuerlich
begünstigt und unvermischtes Benzin verteuert werden.
Der Beschluss des Parlaments sieht vor, dass die Mineralölsteuer auf Erdgas und Flüssiggas um 40 Rappen pro Liter Benzinäquivalent gesenkt werden soll. Treibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen wie Biogas, Bioethanol und Biodiesel sollen von der Steuer gänzlich befreit werden. Um Steuerausfälle zu vermeiden, ist geplant, die Steuer auf Benzin anzuheben.
Es ist zu erwarten, dass der Benzinpreis an der Zapfsäule sich kaum verändern wird, weil dem Benzin steuerbefreite Biotreibstoffe beigemischt werden. Ziel ist es, die rund sieben Milliarden Liter Benzin zu fünf Prozent durch umweltfreundlichen Treibstoff zu ersetzen.
Ferner wurde im Nationalrat die letzte Differenz im Gesetz bereinigt: Bei Treibstoffen aus erneuerbaren Energien soll über den Nachweis einer positiven ökologischen Gesamtbilanz hinaus auch auf sozial annehmbare Produktionsbedingungen geachtet werden müssen. Dies weil Biotreibstoffe überwiegend in Entwicklungsländer hergestellt werden.
Nun ist die Gesetzesänderung bereit für die Schlussabstimmung am letzten Sessionstag der Frühjahrssession am Freitag, 23. März 2007. Die Räte wollen damit den Kampf gegen CO2, Ozon und Feinstaub verstärken. Der Bundesrat musste mit einer Motion zu einer Vorlage gedrängt werden.
Hintergrund-Informationen
Amtliches Bulletin: weiter
Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Mineralölsteuergesetzes
weiter
Schweizer Parlament/Dokumentation CO2-Abgabe / Klimarappen
weiter
3 Fragen und 3 Antworten
Da es sich um eine politische Angelegenheit mit Auswirkungen auf die Gemeinschaft der Autofahrer und
vieler Marktbeteiligten handelt, hat autoinfo24.ch bei einigen Schweizer Importeuren nachgefragt. Antworten sowie interessante Ideen, Vorschläge und Darlegungen finden Sie hier.
Modellgliederung der auf dem Schweizer Markt erhältlichen Marken
(Basis: Immatrikulations-Statistik 2006, auto-schweiz)
Marke
Autos 2006
Diesel
Erdgas
Hybrid
Bioethanol
Volkswagen
30'001
ja
ja
-
-
Opel
19'462
ja
ja
-
-
Toyota
17'023
ja
-
ja
-
Renault
15'054
ja
-
-
ja
Audi
14'545
ja
-
-
-
BMW
14'039
ja
-
-
-
Mercedes-Benz
13'650
ja
ja
-
-
Peugeot
13'330
ja
ja
-
-
Ford
12'335
ja
ja *1
-
ja
Citroën
10'357
ja
ja
-
-
Subaru
9'449
-
-
-
-
Fiat
9'317
ja
ja
-
-
Honda
8'338
ja
-
ja
-
Skoda
7'389
ja
-
-
-
Nissan
7'198
ja
-
-
-
Mazda
6'650
ja
-
-
-
Volvo
6'526
ja
ja
-
ja
Hyundai
6'179
ja
-
-
-
Seat
5'532
ja
-
-
-
Suzuki
5'212
ja
-
-
-
Alfa Romeo
4'518
ja
-
-
-
Kia
4'038
ja
-
-
-
Mitsubishi
3'922
ja
-
-
-
Chrysler/Jeep
3'244
ja
-
-
-
Chevrolet
3'028
ja
ja
-
-
Mini
2'751
ja
-
-
-
Smart
2'379
ja
-
-
-
Daihatsu
2'231
ja
-
-
-
Saab
2'181
ja
-
-
ja
Porsche
1'773
-
-
-
-
Land Rover
1'456
ja
-
-
-
Lexus
1'381
-
-
ja
-
Lancia
857
ja
-
-
-
Jaguar/Daimler
796
ja
-
-
-
Dacia
404
-
-
-
-
Ferrari
276
-
-
-
-
Aston Martin
213
-
-
-
-
Maserati
210
-
-
-
-
SsangYong
-
ja
-
-
-
*1 Nachrüstung in der Schweiz mit Herstellergarantie
Quellen: Statistik Immatrikulationen 2006 auto schweiz und Herstellerangaben